Nintendo™ 3DS

Wie schon sein Vorgänger, der Nintendo DS, bietet der Nintendo 3DS zwei Bildschirme. Der obere Bildschirm auf der Innenseite des Deckels bietet ein autostereoskopisches („3D“) Display der Firma Sharp mit einer Diagonale von 8,97 cm (3,53 Zoll), das ohne spezielle Brille genutzt werden kann. Die Auflösung des 3D-Displays beträgt insgesamt 800 × 240 px, d. h. 400 × 240 px für jedes Auge. Die Intensität der stereoskopischen Darstellung ist über einen Schieberegler stufenlos einstellbar bis abschaltbar. 3D-Darstellungen können auf Dauer auch über ein Passwort deaktiviert werden. Nintendo empfiehlt dies ausdrücklich Eltern, die Kleinkinder mit dem Gerät spielen lassen, obgleich es keine Erkenntnisse zu etwaigen Langzeitschäden durch stereoskopische Projektionen gibt.[8] Der untere Bildschirm hingegen ist ein 7,62 cm (3 Zoll) großer, berührungsempfindlicher Touchscreen. Die Auflösung des Touchscreens beträgt 320 × 240 px.[1]

Auch bei der Steuerung ähnelt der 3DS seinem Vorgänger. Zur besseren Steuerung befindet sich nun jedoch ein Analog-Stick, genannt Slide Pad, auf der linken Seite. Die Tasten „Start“ und „Select“ sind an der Unterkante des Touchscreens angeordnet zu dem sich beim 3DS auch ein, ähnlich wie bei der Wiimote, „Home-Button“ gesellt, mit dem es möglich ist aus Spielen in das Hauptmenü zurückzukehren, ohne das Spiel dabei zu beenden (sofern keine neue Anwendung gestartet wird). Zusätzlich ist Bewegungssteuerung über einen Beschleunigungssensor und einen Gyrometer möglich.[1] Diese ermöglichen auch einen Schrittzähler im 3DS. Als Grafikchip verwendet der 3DS die „PICA200“-Prozessortechnologie des japanischen Unternehmens Digital Media Professionals.[9]

Wie der direkte Vorgänger, der DSi, besitzt auch der 3DS Kameras, jedoch zwei auf der Außenseite der Konsole, die stereoskopische Fotografien ermöglichen sowie eine innen zum Spieler gerichtet. Alle Kameras haben eine VGA-Auflösung von 640 × 480 px (0,3 Megapixel).[1] Die Wi-Fi-Anbindung wurde ausgebaut, so dass man sich mit anderen 3DS-Systemen verbinden kann und z. B. das Austauschen von Highscores möglich ist. Der Nintendo 3DS kann immer online sein, auch im Stand-By-Modus, um Spielupdates, etc. herunterzuladen oder die StreetPass-Funktion zu nutzen (Datenaustausch bei bestimmten Spielen). Das 2,4-GHz-Band wird unterstützt.[10] Spiele werden wie beim Nintendo DS auf den bekannten Spielmodulen ausgeliefert, die mechanisch abgeändert wurden, so das sie nicht in den DS passen. Die Spiele haben eine maximale Größe von 8 GB, daneben ist wie beim DSi ein SD(-HC)-Kartenschacht vorhanden, der als Unterstützung des internen Speicher dient, um z. B. die aufgenommenen Fotos zu speichern.[11] Ähnlich wie bei der Wii wird auch ein Activity Log geführt, mit dem der Benutzer die Spielzeit für jede verwendete Software aufgelistet bekommt.

Das Gewicht des Handhelds beträgt 227 Gramm.[10] Betrieben wird er mit einem Lithium-Ion-Akku mit 1300 mAh. Laut Nintendo wird der Akku beim Abspielen von 3DS-Spielen 3–5 Stunden, bei DS-Spielen 5–8 Stunden lang halten. Diese Angaben sind bezogen auf die höchste Helligkeitsstufe, da unter geringerer Helligkeitsstufe der 3D-Effekt schlechter bis gar nicht mehr sichtbar sein soll. Die Herstellungskosten für die Hardware und den Zusammenbau belaufen sich laut Analyse-Dienst IHS iSuppli auf rund 73 Euro.[12] Die Abmessungen betragen 13,5 cm Länge, 7,4 cm Breite und 2 cm Höhe.[10]

Ferner können 3D-Fotos erstellt und Tonaufzeichnungen erstellt werden, letztere können per SD-Karte auch anderweitig genutzt werden.

Mithilfe der sechs beiliegenden AR-Karten (darunten fünf Charakterkarten mit Nintendo-Charakteren wie Super Mario und Kirby) können spezielle Funktionen der unterstützen AR Games: Erweiterte Realität genutzt werden. So erscheinen beispielsweise Tiere von Nintendogs+Cats virtuell auf diesen Pappkarten mit Ausrüstungen dieser Charaktere. Zugleich können Fotos erstellt werden und Sprachbefehle wie Tricks der Tiere gezeigt werden.

Kurz nach Veröffentlichung des Nintendo 3DS wurde von Softwareproblemen berichtet, die ein Einfrieren des Bildschirms zur Folge haben sollen. Diesem Problem ist Nintendo mit dem System-Update 1.1.0-1 entgegen getreten.[13]

Wenige Tage nach dem Release in Japan, gelang es einer japanischen Gruppe die neue Konsole zu hacken. Wie auch bei den Vorgängern des Nintendo 3DS gelang dies über eine sogenannte Flashkarte, die dem Gerät eingesetzt wird und über die es möglich ist, eine modifizierte Version der Gerätesoftware abzuspielen.[14]

 

Quelle: Wikipedia



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